Laubhumus ist ein ideale Bodenverbesserer, der schwere Böden leicht macht und die beste Aussaaterde der Natur (gemischt mit etwas Kompost). Er ist nicht so nährstoffreich, kann also als gehaltvolles Mulchmaterial oder als lockernder Zusatzstoff für Pflanzende verwendet werden.

„Laubhumus gehört zu den wenigen Dingen, die man nicht kaufen kann. Aus irgendeinem Grund ist er im Handel nicht erhältlich. Dabei ist es viel einfacher Blätter aufzusammeln und zu kompostieren, als Tormoore zu zerstören.“
Monty Don in „Genial gärtnern“

Der Aufwand ist geringer als bei normalem Kompost. Die Verrottung von Blättern geschieht, anders als beim normalen Kompost, mit Pilzen und Feuchtigkeit. Laubkompost muss nicht umgesetzt werden, aber die Verrottung dauert etwas länger, mindestens 1 Jahr.

Wenn man nicht so viel Platz und Laub hat, kann man das Laub einfach in schwarze Plastiksäcke stopfen. Den Sack oben nur locker zudrehen und ein paar Löcher hineinstechen, hinter einen Schuppen oder in einer Gartenecke verrottet der Inhalt bis zum nächsten Jahr. Wer mehr Platz hat kann ein Behältnis aus Hasen- oder Maschendraht dafür bauen. Schreddert man die Blätter zuvor mit dem Rasenmäher, dann zersetzen sich die Blätter schneller, Kaffeesatz beschleunigt den Prozess auch.

Laubhumus fördert das Wurzelwachstum, reichert Topferde mit wertvollen Pilzen an und verbessert die Bodenstruktur. Laubhumus ist leicht sauer und eignet sich für säure liebende Pflanzen wie Rhododendren oder Heidelbeeren. Ungesiebt kann man ihn als Mulch um Gehölz verteilen.

Einen Teil der Blätter kann man natürlich auch gleich unter den Sträuchern als Mulch liegen lassen oder als Winterquartier für wirbellose und kleine Säugetiere aufhäufeln.

Wer es genauer wissen will, in folgenden Büchern wird Laubkompost ausführlich besprochen:
Genial gärtnern, biologisch und naturnah heute, Monty Don
Alys im Gartenland – Garten ist, was du draus machst, Alys Fowler
Laubhumus