Mit dem phänologischen Jahreszeiten die Natur beobachten und mit Zeigerpflanzen den richtigen Zeitpunkt fürs Gärtnern erkennen.
Der phänologische Kalender ist detaillierter als der meteorologische Kalender, der starre Zeitspannen umfasst, z.B. den Frühling vom 1. März bis 31. Mai. Beim Phänologischen Kalender wird das Jahr in 10 Abschnitte unterteilt, in Vorfrühling, Erstfrühling und Vollfrühling, es folgen Frühsommer, Hochsommer und Spätsommer dann Frühherbst, Vollherbst und Spätherbst und endet mit dem Winter.
Die phänologischen Jahreszeiten erkennt man an subtile Veränderungen in der Natur. Wann welche Jahreszeit beginnt, beobachtet man an natürlichen Phänomenen und dem Verhalten von Pflanzen und Tieren. Sogenannte „Zeigerpflanzen“ sind charakteristische Pflanzen, deren Blütenstand, Fruchtreife oder Laubfall man beobachten kann oder auch regelmäßig wiederkehrende Signale in der Tierwelt. Die Blühte von Schneeglöckchen und Haselnuss zeigt z.B. den Vorfrühling an und es ist Zeit die ersten Salate, Radieschen, Karotten, … im Frühbeet auszusäen.
Pia Eis zeigt in ihrem Buch an Hand einer Auswahl von Zeigerpflanzen wie man seinen Garten mit der Natur bewirtschaften kann. Säen, ernten, zurückschneiden, kompostieren, düngen, mulchen, pflegen, lagern und Vorräte anlegen. Nicht nur im Gemüsebeet, sondern in allen Gartenbereichen Stauden, Obstbäume, Kübelpflanzen, Blumenwiese und Blumen. Zudem werden einige Nützlinge im Garten vorgestellt, wie Tiegerschnegel, Igel, Marienkäfer, Hornissen, Feuerwanzen…
Durch bewusstes Beobachten der Natur lernt man seinen Garten besser kennen, kann leichter auf klimatische Verschiebungen reagieren, entspannt genau die Arbeiten erledigen die dran sind und entschleunigt den Garten genießen.