Nacktschnecken zählen in fast jedem Garten zu den schlimmsten Schädlingen. Wenn es sehr feucht ist sehen wir Abends voll Entsetzen Scharen von gefräßigen Schnecken über Salate, Gemüse und Blumen kriechen und sie vernichten. Von manchen Pflanzen bekommt man nicht einmal einen Austrieb zu Gesicht!

Es soll hier um Schneckenabwehr und nicht um Schneckenbekämpfung gehen, da gibt es sehr viele Ideen und Tipps. Am besten helfen kombinierte Maßnahmen, auch ohne Gifteinsatz. Mindestens drei Abende nacheinander Schnecken absammelt bringt eine Besserung. Aber der Schutz junger Austriebe und Setzlinge mit physischen Barrieren, z.B. aufgeschnittenen Joghurtbechern oder Schneckenringen, die es auch aus langlebigem Material gibt, ist ganz wichtig.

Leider sind beide Sorten Schneckenkorn für die Bekämpfung problematisch, da sie sich im Grundwasser und Boden anreichern und für Mensch, Säugetiere, Vögel die die verendeten Schnecken fressen, und Regenwürmer giftig sind. Gerade mit Kindern und Haustieren sollte man ganz darauf verzichten. Auch werden dabei die anderen nützlichen Schnecken, die Müll verwerten und zur Kompostierung und Humusbildung beitragen, vernichtet.

Am entspanntesten gestaltet man seinen Garten mit Pflanzen, die Nacktschnecken nicht mögen: Standortgerechtes Gärtnern

Bei Blumen sind es eigentlich nur wenige Arten und Sorten, die wir lieben und die Schnecken zum Fressen gern haben: Dahlien, Echinacea, Funkien, Helenium, Rittersporn, Rudbeckia, Sonnenblumen, Zinnien, Ziersalbei.

Viel Pflanzen wachsen (fast) unbehelligt. Pflanzen haben als natürlichen Schutz Bitter-, Gerb- oder Giftstoffe, flaumige Härchen, ledrige Blätter, harte Stengel oder Dornen.

Hier eine Auswahl von schneckenresistenten Pflanzen:

Alle Farne und Ziergräser

Stauden und Blumen:
Akelei
Alpenveilchen
Astern (manche)
Bartfaden (Pestemon)
Chinesische Bleiwurz
Clematis
Christ- und Lenzrosen (Helleborus)
Schmuckkörbchen (Cosmen)
Ehrenpreis (Veronica)
Fetthenne (Sedum)
Fuchsschwanz (Amarant)
Gladiolen
Herbstanemonen
Jungfer im Grün / Schwarzkümmel
Kapuzinerkresse
Katzenminze (Nepata)
Knollenbrandkraut, gelb (Phlomis)
Kerzenknöterich (Bistorta)
Kugeldistel (Echinops)
Lavendel
Lilien
Löwenmäulchen
Maiglöckchen
Malven
Mannstreu (Eryngium)
Mazedonische Witwenblume (Knautie)
Mohn (außer Türkischer Mohn)
Montbretie
Mutterkraut (Tanacetum)
Nelkenwurz (Geum)
Prachtspiren (Astilben)
Pfingstrose (Päonien)
Phlox
Purpurglöckchen (Heuchera)
Rosen
Ringelblumen (Calendula)
Schleifenblume (Iberis)
Schmucklilien (Agapanthus)
Schwertlilien (Iris)
Strandflieder/Meerlavendel (Limonium)
Spornblume (Centranthus)
Storchschnabel (Germanium)
Tränendes Herz
Verbene (Argentinisches Eisenkraut)
Vergissmeinnicht
Wolfsmilch (Euphorbia)
Wollziest (Stachys)

Kräuter:
Borretsch
Liebstöckel
Mädesüß
Minze
Oregano
Pimpinelle
Rosmarin
Salbei
Schnittlauch
Thymian
Zitronenmelisse

Gemüse:
Bei Gemüse ist es schwieriger, denn fast alle Gemüse werden als Jungpflanzen angegriffen, auch wenn sie später nicht mehr bedroht sind.

Gurke (wenn sie größer und die Blätter haariger sind)
Kardy/Artischocke
Mangold
Radieschen (kommt auf die Sorte an)
Rhabarber
Rote Beete
Zwiebeln

Bei manchen Pflanzen kommt es auf die Sorte oder den Standort an.
Jungpflanzen und geschwächte Exemplare benötigen nach dem Pflanzen einen Schutz, bis sie sich etabliert haben.

Wichtig, gefährdete Beete nie Abends gießen, da Schnecken nachtaktiv sind und die Feuchtigkeit ihnen bei ihren Streifzügen hilft!